Vogelpraxis und Kleintierpraxis Trittau

  

               

         

 

 

Vogelpraxis und Kleintierpraxis Trittau 

 

        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelles

 

 

 

Die Spiegel-Journalistin Michaela Schießl schrieb einen lesenswerten Artikel, nachdem ihr Huhn Gollum   

in unserer Praxis behandelt worden war. Er erschien am 11.6.2016 im Spiegel Nr. 24/2016.

Leider machte der Spiegel im Dezember 2016 urheberrechtliche Ansprüche geltend und verlangte die

Entfernung des Artikels von unserer Homepage.

 

 

Professionelle Tiertransportfirmen stellen den Versand von Papageien ein

 

Zahlreiche professionelle Tiertransportunternehmen haben den Versand von Geflügel (inkl. Tauben und 

Papageien) eingestellt, weil sie die Vorgaben der Viehverkehrsverordnung nicht gewährleisten können.

Die strengen Vorschriften für den Transport von Tieren werden von den Behörden jetzt auch bei Klein-

tiertransporten von Vereinen und Privatpersonen gefordert. Auch Papageien zählen im Sinne des Ge-

setzes zum Geflügel, was weitreichende juristische Konsequenzen hat. Neben anderen Bestimmungen

gilt für Geflügel auch die Verordnung zum Schutz gegen die Verschleppung von Tierseuchen. Strenge

Auflagen zur Zulassung eines Transportunternehmens gelten auch für die Fahrzeuge ("...für Transport-

fahrzeuge...ein geeigneter Platz zum Waschen mit unter Druck stehendem warmem Wasser und eine

geeignete Desinfektionsvorrichtung"). Eine Forderung, die Unternehmen, die sich auf Kleintiertrans-

porte spezialisiert haben, in der Regel nicht erfüllen können. Ein Reinigen, Desinfizieren und Wieder-

verwenden der Transportbehältnisse schließen die Behörden bislang aus.

Diese erschwerten Bedingungen haben viele Transportunternehmen veranlaßt, bis auf Weiteres keine

Tauben, Papageien und Kaninchen mehr zu befördern.

Papageien '13

 

 

 

Haustierbeerdigung

 

Bis 2002 durften Haustiere grundsätzlich noch im eigenen Garten beerdigt werden, solange gewisse

Vorschriften eingehalten wurden. Dies änderte sich jedoch durch eine EU-Richtlinie, so daß nunmehr

grundsätzlich jedes verstorbene Tier in Deutschland nach dem Tierische Nebenprodukte-Beseitigungs-

gesetz von den zuständigen Stellen beseitigt werden muß.

Hiervon gibt es jedoch eine Ausnahme, und zwar soweit die Tierkörper auf geeigneten und von der

zuständigen Behörde hierfür besonders zugelassenen Plätzen oder auf einem dem Tierhalter gehören-

den Gelände, jedoch nicht in Wasserschutzgebieten und nicht in unmittelbarer Nähe öffentlicher Wege

und Plätze, begraben werden. Die Tierkörper dürfen nur so vergraben werden, daß sie mit einer aus-

reichenden, mindestens 50cm starken Erdschicht bedeckt sind.

Allerdings bedarf es laut EU-Richtlinie hierfür einer behördlichen Genehmigung. Sollte Ihnen die Ge-

nehmigung nicht erteilt werden oder Sie über kein geeignetes Grundstück verfügen, erfahren Sie

bei Ihrer Gemeindeverwaltung, wo Sie Ihr Tier begraben dürfen.

Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

 

 

 

Ältester Seevogel der Welt brütet wieder

 

Mutter zu sein ist ein schwerer Job. Doch Wisdom, die 66 Jahre alte Laysan-Albatrosdame vom Midway-

atoll, kann davon ganz offensichtlich nicht genug bekommen. Gerade hat sie wieder ein Ei gelegt. Nach

Schätzungen der US-amerikanischen Fischerei- und Wildtierbehörde ist es das 35. Küken, das die Alba-

trosmutter großziehen will.

1956 wurde Wisdom erstmals markiert, als sie mindestens sechs Jahre alt war. Damit ist sie der älteste

(bekannte) lebende Seevogel der Welt. Albatrosse werden normalerweise ca. 40 Jahre alt. Wisdoms Ei

ist aber nicht nur wegen ihres Alters bedeutend, sondern auch, weil Laysan-Albatrosse, wenn über-

haupt, nur ein Ei pro Jahr legen. Und noch etwas zeichnet die Riesenvögel aus: Sie sind ihrem Partner

treu. Wisdom hat aber wegen ihres Alters schon einige Partner überlebt, berichten Behördenmitarbeiter.

Aber auch mit ihrem neuen Mann scheint es zu funktionieren.

Hamburger Abendblatt

 

 

 

Höchste Artenschutzstufe für Graupapageien

 

Auf dem Treffen der Conference of the parties to CITES vom 24. September bis 5. Oktober 2016 wurde

auch eine Neubewertung der internatioinalen Handelskriterien des Kongo-Graupapageis und des

Timneh-Papageis beschlossen. Das führte zu einen Höherstufung von CITES II auf CITES I.

In vielen Staaten des Verbreitungsgebietes sind die Vögel extrem selten geworden, vor allem in West-

afrika exististieren nur noch winzige Restbestände. Die EU hat bereits 2006 die Einfuhr von in der Natur

gefangenen Vögeln verboten. In den letzten 40 Jahren sind zwischen zwei und drei Millionen Graupapa-

geien der Natur entnommen worden. Die CITES-Hochstufung dient dazu, den weltweiten internationalen

Handel mit Graupapageien zu unterbinden.

Für Halter von Graupapageien in Deutschland ändert sich nur wenig, denn die Erhöhung des Schutzstatus 

richtet sich vor allem gegen den Handel mit Wildvögeln, der jetzt weltweit illegal ist. 

Graupapageien stehen in Deutschland schon lange auf der Anlage 6 der Bundesartenschutzverordnung,

dürfen also nur geschlossen beringt (u.U. auch mit Mikrochip) in den Handel gebracht werden. Sie

sind, wie die meisten Amazonen, Aras und größeren afrikanischen Papageien meldepflichtig (bei Erwerb,

Tod, Umzug oder Abgabe). Halter von Graupapageien müssen darüber hinaus nachweisen können, daß sie

ihre Vögel legal erworben haben und jederzeit auf Verlangen der Behörde einen Herkunftsnachweis

erbringen können. Nachzuchten müssen zukünftig eine CITES-Bescheinigung erhalten.

Vermeiden Sie also Käufe bei dubiosen "Züchtern" oder Händlern, die Ihnen unberingte oder falsch be-

ringte Tiere ohne die nötigen Dokumente andrehen wollen (meist zu einem sehr günstigen Preis). Unter-

stützen Sie keine illegalen Verkaufspraktiken, die sogar zur Beschlagnahme Ihrer Tiere führen können.

Informationen, die in letzter Zeit im Internet kursierten, daß die Haltung von Graupapageien fortan

verboten ist, können getrost als Unsinn bezeichnet werden.

 

 

 

Vogelgrippe und Winterfütterung: Keine Panik!

 

Die Vogelgrippe ist nur gefährlich für Wasservögel (Schwäne, Enten, Gänse, Möwen etc.) und Hühner-

vögel. Im Umfeld des Menschen lebende Singvögel spielen als Vektor für das Virus dagegen keine Rolle.

Auch wenn die Vogelgrippe in Wasservogelbeständen und Geflügelhaltungen kursiert, sind deshalb 

keinerlei Einschränkungen für die Vogelfütterung im heimischen Garten notwendig - weder

im Hinblick auf den Schutz der Vögel noch des Menschen.

Landesbund für Vogelschutz

 

 

 

Vogel des Jahres 2017: Waldkauz

 

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayrischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz 

(LBV), haben den Waldkauz (Strix aluco) zum "Vogel des Jahres 2017" gewählt. Er folgt damit auf den

Sieglitz, der diesen Titel 2016 innehatte.

Der Waldkauz steht hier stellvertretend für alle Eulenarten.

Gefiederte Welt 12/16

 

 

 

Staupe!!!

 

Wie wichtig Schutzimpfungen für Hunde sind, wird durch eine aktuelle Meldung des Kreises deutlich:

Die hochansteckende Viruserkrankung Staupe wurde jetzt bei einem Fuchs nachgewiesen, der kürzlich

in Westerau von einem Jäger erlegt worden war. Das Tier hatte sich auffällig verhalten.

Staupe-Erreger werden durch Speichel, Nasen- und Augensekret, Kot und Urin von Tier zu Tier über-

tragen. Zur Vermeidung von Krankheitsfällen sollten Hundehalter auf einen lückenlosen Impfschutz

Ihrer Tiere achten. Hierzu sind Grundimmunisierungen schon bei Welpen und Auffrischungsimpfungen

erforderlich.

Hamburger Abendblatt, 2.1.2017

 

 

 

TOP-10-Giftpflanzen für Katzen im Frühjahr

 

 1.     Becherprimel

 2.     Frühlingschristrose  

 3.     Hyazinthe

 4.     Krokus 

 5.     Lilie

 6.     Narzisse

 7.     Schneeglöckchen 

 8.     Traubenhyazinthe

 9.     Tulpe

10.     Winterlinge

 

Unbedenkliche Alternativen

 

 1.     Blaubeere

 2.     Gänseblümchen

 3.     Hornveilchen

 4.     Primel

 5.     Siefmütterchen

 6.     Zweige vom Apfelbaum

 7.     Katzengras

Vet Concret 2/17

 

 

 

BARFEN: Unterschätztes Risiko für Kinder, Schwangere, ältere und kranke

               Personen

 

Die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern auf den Menschen durch Hunde, die mit rohem 

Fleisch ernährt werden, wird deutlich unterschätzt.

Nach Prüfung aller Vor- und Nachteile rät dieWorld Small Animal Veterinary Association von einer

Rohfleischfütterung bei Hunden ab.

In Haushalten mit Kindern, schwangeren alten oder durch Krankheit geschwächten Personen sollte aufgrund

gesundheitlicher Risiken generell Abstand von einer Rohfütterung (BARFen) genommen werden. Als konkrete 

Gefahr werden vor allem Salmonellen genannt. Im Namen einer Studie wurden bei jedem dritten gebarften

Hund Salmonellen nachgewiesen. Aber auch andere Erreger wie Coli-Bakterien und einzellige Parasiten

können von gebarften Hunden auf den Menschen übertragen und zu einem ernsthaften gesundheitlichen 

Problem werden. Ein Aspekt, der von den Wissenschaftlern besonders betont wird, ist, daß auch antibiotika-

resistente Keime übertragen werden können.

Doch nicht nur der Mensch, auch der Hund hat unter möglichen Infektionen bei einer Rohfleischfütterung zu

leiden. So wurden z.B. im Rahmen einer Doktorarbeit an der tierärztlichen Fakultät in München 100 Hunde

untersucht. 50 Hunde waren gesund, die anderen 50 Hunde hatten Durchfall. Verglichen wurde die Ernährung

der Tiere. Das erstaunliche Ergebnis: Hunde, die mit Rohfleisch ernährt wurden, litten deutlich häufiger an

Magen-Darm-Entzündungen als andere Hunde. Bei den Durchfallhunden wurde fast jedes zweite Tier mit rohem

Fleisch ernährt (48%), bei den gesunden Hunden war es dagegen nur jedes zehnte (10%).

Viele Hundehalter, die ihren Vierbeiner barfen, kaufen das Fleisch für ihr Tier nicht beim Schlachter oder auf dem

Markt, sondern greifen auf kommerzielle BARF-Produkte zurück und glauben, damit eine Infektionsgefahr aus-

zuschließen. Dieser Glaube ist aber trügerisch. Denn: in verschiedenen Untersuchungen zeigte sich, daß 

20-80% aller kommerziell erhältlichen BARF-Zutaten mit Salmonellen verunreinigt sind.  Bei

15 Paketen, die aus Internetshops bezogen wurden, waren sogar 14 Produkte, also fast alle, mit gesundheits-

gefährdenden Keimen belastet.

TFA aktiv, 4/16

 

 

 

Haustierbeerdigung

 

Bis 2002 durften Haustiere grundsätzlich noch im eigenen Garten beerdigt werden, solange bestimmte Vorschriften

eingehalten wurden. Dies änderte sich jedoch durch eine EU-Richtlinie, so daß nunmehr jedes verstorbene Tier in 

Deutschland nach dem Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz von den zuständigen Stellen beseitigt  

werden muß.

Hiervon gibt es jedoch eine Ausnahme, und zwar soweit die Tierkörper auf geeigneten und von der zuständigen

Behörde hierfür besonders zugelassenen Plätzen oder auf einem dem Tierhalter gehörenden Gelände,  jedoch

nicht in Wasserschutzgebieten und nicht in unmittelbarer Nähe öffentlicher Wege und Plätze, begraben werden. Die 

Tierkörper dürfen nur so vergraben werden, daß sie mit einer ausreichenden, mindestens 50cm starken Erdschich

(gemessen vom Rand der Grube) bedeckt sind.

Jedoch bedarf es laut EU-Richtlinie hierfür einer behördlichen Genehmigung. Sollte Ihnen diese Genehmigung 

nicht erteilt werden oder Sie über kein eigenes Grundstück verfügen, erfahren Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung,

wo Sie Ihr geliebtes Haustier beerdigen können.

Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller in "Der Familienhund",2/12

 

 

 

Hund und Wolf reagieren auf Ungerechtigkeit

 

Hunde und Wölfe reagieren ähnlich empfindlich auf Ungerechtigkeit wie Menschen und andere Primaten. 

Von Menschen und einigen Affenarten ist bekannt, daß sie ungerechte Behandlung registrieren. Auch bei

Hunden hatten Studien darauf hingedeutet. Dies wurde den Forschern zufolge dem Umstand zugeschrieben, daß sie

sich durch die Domestikation an den Menschen angepaßt hätten.

Eine neue Studie an Wölfen (Canis lupus) und Hunden (Canis familiaris) widerlegt diese Deutung. In den Versuchen

sollten die Tiere auf Kommando mit der Pfote eine Taste drücken, in der Hoffnung auf ein Leckerli zur Belohnung. Da-

bei saß in zwei benachbarten Gehegen je ein Tier - entweder Wölfe oder Hunde. Ging ein Proband nach dem Drücken 

der Taste leer aus, während sein Nachbar dafür belohnt wurde, verweigerten sowohl Hunde als auch Wölfe bald die

weitere Teilnahme an dem Versuch. Das taten sie auch dann, wenn ihr Nachbar die bessere Belohnung bekam.

"Beim Nicht-Belohnungsversuch erhielt jedes Mal nur der Partner eine Belohnung. Beim Qualitätstest gab es zwar für 

beide Probanden eine Belohnung, das bevorzugte und damit hochwertigere Leckerli ging aber wieder an den Partner",

erläutert Jennifer Essler von der Universität Wien im Fachblatt "Current Biology". Die Fähigkeit diese ungleiche Be-

handlung zu erkennen, zeigte sich, wenn sie sich weigerten weiterzumachen. Dabei reagierten Wölfe tendenziell

sogar noch sensibler als Hunde.

War im Nachbargehege kein Artgenosse, machten die Tiere weiter mit - unabhängig davon, ob sie belohnt wurden

oder nicht. "Das demonstriert, daß es nicht allein die Tatsache ist, daß sie selber keine Belohnung bekommen haben,

weshalb sie aufhören mit dem Trainer zu kooperieren", sagt Ko-Autorin Frederike Range.

Die Sensibilität der Tiere hing den Angaben zufolge auch von der Rangordnung im Rudel ab. "Bei den ranghohen Tieren

löste die ungleiche Behandlung schneller Frust aus, da sie diese Situation nicht gewöhnt sind", so Range.

Der Einfluß der Domestikation zeigte sich aber doch: Die Forscher prüften auch, ob die Probanden später im Gehege

Kontakt zum Trainer aufnahmen. Die ungerecht behandelten Wölfe hielten Distanz, die Hunde nicht. Anscheinend

habe die Domestikation Hunde für den Menschen zugänglicher gemacht.

Hamburger Abendblatt, 13.6.17 

 

 

 

Unbekannte Papageienart entdeckt

 

Wissenschaftler haben auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan eine bislang unbekannte Papageienart entdeckt. Die

Blauflügelamazone (Amazona gomezgarzai) zeichne sich vor allem durch ihren lauten, kurzen und monotonen Ruf 

aus, schreiben die Forscher in einem Aufsatz im Fachmagazin "PeerJ". Der Laut erinnere an den Ruf eines Habichts.

Die Papageienart hat hauptsächlich blaue Deckfedern, die bei gespreizten Flügeln sichbar werden, und eine grüne

Krone auf der Stirn. Erstmals beschrieben wurde die die Art 2014 von dem Ornithologen Miguel Gomez Garza.

Die Blauflügelamazone lebt in kleinen Gruppen von weniger als zwölf Vögeln. Paare und ihre Jungen bleiben oft im 

Familienverband zusammen. Die Papageien ernähren sich vor allem von Samen, Früchten, Blüten und Blättern.

Eine Erbgutanalyse habe ergeben, daß sich die neue Spezies vor etwa 120.000 Jahren aus den Weißkopfamazonen

entwickelt hat. Mittlerweile habe sich die Art so stark differenziert, daß sie klar als eigene Spezies zu erkennen sei.

Hamburger Abendblatt, 28.6.17

 

 

 

Neues zur Geflügelpest

 

Halter kleinerer Freilandgeflügelbestände sollen aus Sicht Niedersachsens Agrarministers Christian Meyer im

Falle von Geflügelpest-Epidemien von der Stallpflicht ausgenommen werden. Freiland- und Hobbygeflügelhalter

seien die eigentlichen Opfer der jüngsten Geflügelpest gewesen, obwohl die Tierseuche fast ausschließlich in großen 

geschlossenen Putenmastställen ausgebrochen sei. Eine Lockerung bei der Stallpflicht betreffe aber nur rund zehn

Prozent des Geflügelbestandes, da etwa 90 Prozent in Ställen gehalten werden.

Hamburger Abendblatt, 1.9.17

 

 

Auch Kakadus basteln sich Werkzeug

 

Goffin-Kakadus sind offenbar ähnlich intelligent wie die für ihren Werkzeuggebrauch berühmten Neukaledo-

nischen Krähen. Eine Studie der Universität Wien zeigt, daß die Papageien ähnlich wie die Krähen aus bieg-

samem Material Wekzeuge herstellen können, um an Futter in Glasröhrchen zu gelangen. Dies sei sogar noch 

verblüffender da Kakadus - im Gegensatz zu Krähen - in der Wildnis gewöhnlich keine Hilfsmittel nutzen und 

nicht einmal Nester bauen, betont das Team um Biologin Isabelle Laumer im Fachblatt "Proceedings B" der 

britischen Royal Society. 

Vor einigen Jahren machte eine Neukaledonische Krähe Schlagzeilen: Betty bog einen Draht zu einem Haken 

und angelte damit einen Korb mit Leckerbissen aus einem Röhrchen. Kinder bewältigen vergleichbare Aufgaben

erst im Alter ab etwa fünf Jahren. Allerdings gibt es Kritik an dieser Interpretation: Neukaledonische Krähen, so

heißt es, nutzen auch in der Wildnis Haken und verbiegen regelmäßig Zweige zum Nestbau. Das Verhalten sei

also möglicherweise Teil ihres natürlichen Verhaltensrepertoires und nicht zwangsläufig innovativ.

Die Wiener Forscher stellten nun 13 Goffin-Kakadus, die in Gefangenschaft lebten, vor eine ähnliche Heraus-

forderung. Im Unterschied zu den Krähen nutzen sie in der Wildnis weder Wekzeuge noch bauen sie Nester. Die

Vögel erhielten ein mit einer Cashewnuß gefülltes Körbchen am Boden eines vertikalen Plastikröhrchens und ein

einziges Hilfsmittel - ein gerades Stück Draht.

"Um an den Inhalt des Körbchens zu gelangen, mußten die Tiere den Draht zu einem Haken biegen, das Werkzeug

richtig herum einführen, den Haken am Henkel des Körbchens einhängen und das Körbchen hochziehen", schreiben

die Forscher. Außerdem mußten sie verbogene Drahtstücke gerade biegen, um eine Belohnung aus einem Rohr zu

stoßen.

Die erste Aufgabe lösten drei Kakadus, die zweite vier. Ein Tier bestand beide Herausforderungen. "Die Innovations-

fähigkeit der Vögel hat uns erstaunt", sagt Studienleiterin Alice Auersperg. Die Tatsache, daß nur manche Kakadus 

auf die Lösung gekommen seien und daß die Technik, den Haken zu biegen, von Tier zu Tier unterschiedlich war, 

lasse vermuten, daß die Kakadus das Problem gelöst hätten, ohne auf angeborene stereotype Verhaltensweisen

zurückzugreifen.

Hamburger Abendblatt, 7.9.17

 

 

Papagei bestellt Pakete

 

Ein Graupapagei, Haustier einer Londonerin, hat bei Amazon goldfarbene Geschenkkartons im Wert von 11,50 €

bestellt. Das berichtet die Zeitung "The Sun". Corinne Pretorius konnte sich die seltsame Lieferung zunächst nicht

erklären, kam dann aber dahinter, daß ihr Papagei mit seiner Stimme die Sprachfernsteuerung von Amazons

digitaler Fernbedienung "Alexa" aktiviert hatte.

Hamburger Abendblatt, 22.9.17

 

 

Die acht Geheimnisse des Hundes

 

1. Hunde haben ein Kuschelhormon

    Beim gegenseitigen Blickkontakt zwischen Hund und Mensch schütten beide reichlich Oxytocin aus, das auch als

    Kuschelhormon bezeichnet wird und die gegenseitige Zuneigung verstärkt. Vergleichbares ereignet sich auch

    zwischen Mutter und Kind.

 

2. Hunde haben ein sehr gutes Gehör

    Hunde nehmen auch Frequenzen wahr, die Menschen nicht hören können. Zum Beispiel das Geräusch eines Glüh-

    fadens in einer Lampe oder das Pulsieren einer Quarzuhr. Weil ihre Ohren beweglich sind, können sie Geräusche

    auch perfekt orten.

 

3. Hunde erkennen Gesichtsausdrücke

    Hunde können zwischen wütenden und freudigen Gesichtsausdrücken bei Menschen unterscheiden. 

 

4. Hunde meiden Konflikte

    Lust auf Streit haben Hunde nicht. Knurren, Zähnefletschen und andere Körpersignale dienen bei feindseligen

    Begegnungen dazu, das Kräfteverhältnis schnell klarzumachen und so Konflikten aus dem Weg zu gehen. Viele

    Auseinandersetzungen können so friedlich geklärt werden. Kommt es dennoch zum Kampf, ist dieser meist nur

    kurz, da einer der beiden Gegner schnell nachgibt.

 

5. Hunde sind noch klüger als vermutet

    Das zeigte die  Veterinärmedizinische Universität Wien in einem Experiment: Hinter einer Sichtblende wurde

    Futter in eine von mehreren abgedeckten Schalen gelegt. Dabei schaute nur einer von zwei Forschern, die 

   den Hunden Hinweise gaben, bei der Futterverteilung zu. Dessen Hinweise führten dann natürlich immer zur

    richtigen Schale. Die Hunde merkten sich, wer Bescheid wußte. Sie folgten nur noch dessen Hinweisen.

 

6. Hunde verhalten sich selbstlos

    Gegenüber Artgenossen verhalten sich Hunde uneigennützig. Das wiesen Forscher mit einem Experiment nach.

    Per Seilzug konnten Versuchstiere anderen Hunden Leckerlis zukommen lassen - und taten das auch, obwohl

    sie selbst nicht dafür belohnt wurden. Die Anwesenheit weiterer Hunde steigerte die Spendierlaune noch.

 

7. Hunde merken sich Beiläufiges

    Die Gedächtnisleistung von Hunden wurde lange unterschätzt: Ungarische Forscher fanden jüngst heraus, daß

    Hunde sich sogar Ereignisse merken, die zum Zeitpunkt ihres Geschehens keine Bedeutung für sie haben. 

    Wenn sie danach in eine ähnliche Situation geraten, erinnern sie sich. Experten nennen das episodisches

    Gedächnis.

 

8. Hunde können träumen

    Wenn Hunde im Schlaf zucken oder knurren, dann träumen sie. Das weiß zwar jeder Hundebesitzer schon

    lange, doch jetzt hat der Forscher Stanley Coren durch Messung der Gehirnströme auch den Beweis erbracht.

    Große Hunde träumen weniger als kleine: ein Zwergpudel etwa einmal alle zehn Minuten. Bei einer Dogge

    liegen bis zu 60 Minuten zwischen den einzelnen Träumen.

    HÖRZU, 1.9.17

 

 

Wie aus grünen Wellensittichen blaue werden

 

Ein einziger Genbaustein entscheidet darüber, ob das Gefieder eines Wellensittichs grün oder blau wird. Das 

berichten Forscher aus den USA und aus Taiwan von der Stanford University im Fachblatt "Cell".

Die blaue Variante ist eine reine Zuchtform der kleinen Papageien. Sie entsteht, wenn ein Genbaustein in

einem Enzym ausgetauscht wird, das für die Bildung des gelben Pigments nötig ist. In der Natur gäbe es

nur gelb-grüne Wellensittiche.

Hamburger Abendblatt, 6.10.17

 

 

Der Star ist "Vogel des Jahres 2018"

 

Der Star (Sturnus vulgaris) wird "Vogel des Jahres 2018". Das teilten NABU und der bayerische Landesbund

für Vogelschutz mit. "Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht", 

erklärte NABU-Präsidiumsmitglied Heinz Kowalski. Heute gäbe es etwa eine Million Paare weniger als vor 

20 Jahren. Der Bestand in Deutschland schwanke zwischen drei und viereinhalb Paaren pro Jahr.

Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird die Art die Art inzwischen als "gefährdet" eingestuft.

Hamburger Abendblatt, 13.10.17